
Claudio Sulser: mit 11 Treffern Torschützenkönig 1978/79
Angeführt wird die helvetische Fraktion von Meister FC Basel, der sich für diese Saison direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert hatte. Begleitet wurden die Basler vom FC Zürich, der jedoch zuerst zwei Runden überstehen musste, um an die fetten Geldtöpfe der Königsklasse zu kommen. Die erste Hürde gegen Standard Lüttich hatte der FCZ dank den Toren von Admir Mehmedi erfolgreich genommen und hat so zumindest schon für die Europa League qualifiziert. In der zweiten und letzten Runde hatte der FCZ sein Traumlos (?!) bekommen – erstmals ging es für die Zürcher auf europäischer Ebene gegen den FC Bayern München. Es wurde aber deutlich, wie gross der Unterschied der beiden Teams war, auch wenn das Gesamtscore mit 3:0 für die Bayern relativ bescheiden ausfiel. Der FCZ hatte nie den Hauch einer Chance und spielt wie erwartet in der Europa League. Aber da enttäuschten die Zürcher auf der ganzen Linie.
Der FCB schreibt Geschichte
Der FC Basel hingegen übezeugte in der Gruppenphase der Champions League und blieb bis zum letzten Spieltag im Rennen um die Achelfinals. Und am 6. Dezember 2012 sorgte der FCB mit dem 2:1-Heimsieg gegen Manchester United für eine weitere Schweizer-Sternstunde im europäischen Klubfussball. Mit diesem Sieg sicherte sich Basel den zweiten Platz der Gruppe C und hat sich unter die besten 16 in Europa gespielt.
YB und Thun scheitern, Sion ausgeschlossen, FCZ harmlos
Für Thun, YB sowie Cupsieger Sion und den FCZ gings eine Stufe tiefer in der Europa League ebenfalls nicht um Kleingeld.
Den Anfang machte Thun, das die 2. Qualifikationsrunde nur mit Ach und Krach überstand. Gegen die Albaner von Vllaznia Shkoder setzten sich die Oberländer erst in der Nachspielzeit des Rückspiels entscheidend durch. In der 3. Runde fegten die Thuner sogar das favorisierte Palermo dank Auswärtstorregel weg. Nach Albanien und Italien reisten die Thuner in der letzten Runde der Qualifikation nach England, Stoke City war aber eine Nummer zu gross für die Berner Oberländer, mit dem Gesamtskore von 1:5 verabschiedete sich der FC Thun von Europa.
Ebenfalls in Runde 3 sind die Berner Young Boys eingestiegen, Westerlo aus Belgien war aber kein ebenbürtiger Gegner, YB siegte zweimal. Um die Gruppenphase zu erreichen mussten die Berner noch die Portugiesen von SC Braga aus dem Weg räumen. Mit einem 0:0 auswärts wurde der Baustein gesetzt, um zuhause alles klar zu machen, doch YB konnte zuhause nicht gewinnen und hatte wegen der Auswärttor-Regel das Nachsehen.
Cupsieger Sion musste erst in der letzten Runde ran, aus dem Lostopf wurde den Wallisern Celtic Glasgow zugeteilt. Mit einem 0:0 auswärts und einem 3:1 zuhause schafften die Walliser den Einzug in die Gruppenphase – aber aufgrund des Wirrwarrs um die verhängte Transfer-Sperre wurde Sion von der UEFA ausgeschlossen. Aber Präsident Constantin gibt sich gewohnt kämpferisch und bemüht alle Gerichte und Instanzen dieser Welt – Fortsetzung folgt…, irgenwann.
Und der FCZ – der lieferte in der Gruppenphase der Europa League ein schlechtes Zeugnis ab und wurde bei nur einem Sieg Gruppenletzter.